Black Label Society – Engelschöre vom Herrn der Finsternis

Durch Zufall bin ich daran gekommen, habe mich online unterhalten mit jemandem. Black Label Society, mir bis dahin völlig unbekannt. Ich bin unsicher welches Video ich zuerst hörte, aber es war so schön dass es mir die Tränen in die Seele trieb. Selten habe ich mich mit einer Musik so verbunden gefühlt wie mit diesem Sänger in diesem Moment. Ich war todtraurig und ohne Ende glücklich zugleich und es schien mir als habe Gott seinen schönsten Engel vom Himmel geholt, nur um für mich zu singen. Heavy Metal hat mich wieder Ihr Lieben, meine Tour ist beendet und die Normadin ist daheim. Ist sicher einigen auch bereits an meinen Postings aufgefallen auf Facebook und an der seltsamen Gruppenauswahl in meinem Profil. Jetzt mache ich es offiziell und gestehe dem ehemaligen Gitarristen von Ozzy Osbourne musikalisch gesehen meine unsterbliche Liebe. Slash, Du hast Konkurrenz bekommen. Schwere Jungs mit schweren Maschinen und der sensiblen Seele eines Künstlers, voll von Poesie und Anmut. Ich starb mit jedem einzelnen Akkord. Häßlich ist man auch nicht grade, fürs Auge gibt es also auch was, liebe Damen (oder tw Herren?). <a Für die Fakten habe ich Euch hier die Wikipediaseite herausgesucht: https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Label_Society, und ich schenke mir jetzt mal den youtube-Kanal. Hört sie Euch an! Kopfhöhrer auf!

Grave Digger – Return of the Reaper!!!

Mit riesiger Vorfreude habe ich diesen Download erwartet und mit glänzenden Augen die Dateien sortiert, Bilder geschaut und in einem extra beschrifteten Ordner abgelegt. Grave Digger, mein persönliches Herzblut in Sachen Classic Metal seit über 20 Jahren, hat wieder einmal ein Album auf den Markt gebracht. Nachdem es sich bei dem letzten hauptsächlich um Wiederholungen und Zusammenschnitte von Klassikern mit einem coolen Cover (der Backpatch ist der Hammer) handelte, ist hier mal endlich, endlich wieder etwas neues vom Chris und seinen Jungs – und Gevatter Tod natürlich – zu hören.

„Healed by Metal“ habe ich kürzlich als Video bereits auf Youtube.de gesehen und war direkt angetan. Geheilt von Metal. Die Seele, gequält vom rauhen Alltag und dem Leben, gestreichelt von fordernden, extatischen Gitarren. Hämmernd, immer und immer wieder, spielen sie sich mal wieder in mein Herz, auf direktem Weg.

In Gedanken gehe ich zur ersten Scheibe die ich von dieser Band hatte, „Tunes of War“ und in den kleinen Plattenladen in Münster, in dem ich sie entdeckte. Die Bagpipes mit den hämmernden Gitarren haben mit direkt umgehauen und kaum ein paar Sekunden später war ich schon fest entschlossen auf dem Weg zur Kasse. Miniorgasmus mitten im Laden. WOW!!! Aber wieder zum aktuellen Werk. Mittlerweile läuft nach „When Night Falls“ das 3. Lied, „Lawbreaker“. Ich stelle fest dass ich mich sehr stark an eine technisch ausgereiftere Form von „Heavy Metal Breakdown“ erinnert fühle, denn wie der junge Mann das Gitarrenboard quält raubt mir im Soli schon fast die Luft. 4. Lied, einzeln anzuklicken, dummer neuer PC. „Free Forever“. Für immer frei. Und ich muß feststellen dass man sich..….….ach ist es nicht egal wie sich die Texte zusammensetzen, worüber sie gehen – wenn wie in diesem Fall mal wieder ein Masterpiece gelungen ist? Die Jungs in Hochform. Nein, die CD behalte ich, das ist meine, die gebe ich nicht ab. Und in Gedanken freue ich mich schon sehr auf die Tour und den Aufenthalt in Bochum im Februar. Coesfeld wäre eine Alternative gewesen, allerdings per ÖPNV schlecht zu erreichen. Oberhausen ist das Zentrum des Metal, meine Lieben. Aber Bochum ist auch cool. Das liegt in der Mitte und ist NRW-weit von allen gut zu erreichen. Pluspunkt. Hier habe ich die kompletten Tourdaten für Euch, Eventim hat noch gut Karten habe ich gesehen:

Tour Dates:

13.01.17 DE – Peine /Black Hand Inn

14.01.17 DE – Coesfeld / Fabrik

19.01.17 DE – Berlin / Columbia Theater

20.01.17 DE – Geiselwind / Eventzentrum Music Hall

21.01.17 DE – Glauchau / Alte Spinnerei

22.01.17 DE – Ludwigsburg / Rockfabrik

27.01.17 CH – Pratteln / Z7

28.01.17 AT – Graz / Explosiv

10.02.17 DE – Hamburg / Markthalle

11.02.17 DE – Bochum / Zeche

16.02.17 DE – München / Backstage

17.02.17 DE – Memmingen / Kaminwerk

18.02.17 DE – Andernach / Juz-Live-Club

„Call for war“. Nächstes Lied. „Neeever hide and never run….“ …keine Sorge, meine Lieben, so schnell verstecke ich mich noch nicht. Man könnte hier jetzt vorwerfen, dass alle Lieder ähnlich klingen, aber über Stil lässt sich bekanntlich nicht streiten. Oder doch? Bei mir löst diese CD definitiv gute Laune aus. Nicht nur die pure Existenz, auch die Perfektion, mit der die einzelnen Songs eingespielt sind. Fehlerfrei, kein Knarzen, keine Patzer, langezogene Fade-outs, die Stimme des Sängers in gewohnt rauhbeiniger Manier, aber ohne nachzulassen. Auch nicht leicht, denn immerhin wird man nicht jünger. „Ten Comandements of Metal“ ….da bin ich gespannt. Also bitte, erstes Gebot. Ich lausche. „Keep the Faith, stay true“……..Schnurrrrrrrrrrr kann ich da nur sagen. „What do you think who we are? Deciples of Satan or something bizzare?“ Das kann ich beantworten, eine der großartigsten Bands im Classic Metal.

Ehrlich gesagt habe ich ja einiges gehört und bin durch viele, viele Bereiche der schwarzen Szene durch. Was mich immer begleitet hat war diese Band. Ok, die CDs sehen nicht mehr schön aus, aber das liegt nicht an mangelnder Wertschätzung. Vielleicht hole ich irgendwann mal alle neu und stelle sie auf ein Regal. Denn mit den abgehörten Exemplaren ist das nicht mehr mögich.

Die offizielle Aussage zu dieser CD darf ich Euch ersparen, denn wie wir alle wissen, ist diese Musik Herzenssache und nicht von Profis in Worte zu fassen. Nur in Gefühle…..Meine Lieben Herren (und Ladies) von der Front der truen Musik, hier haben wir ein Meisterstück das auf jeden Fall zumindest in Euren virtuellen Plattenschrank gehört. Und da man Künstler ja nicht unter Leistungsdruck setzen soll, freue ich mich noch nicht (!!) auf die nächste CD sondern sage Chapeau und vielen Dank für dieses wundervolle Stück Musikgeschichte. Old but gold!! Mindestens. Jedenfalls in den Herzen Eurer Fans.

Tracklist:

01. Healed by Metal

02. When Night Falls

03. Lawbreaker

04. Free Forever

05. Call For War

06. Ten Commandements of Metal

07. The Hangman´s Eye

08. Kill Ritual

09. Hallelujah

10. Laughing with the Dead

Powerwolf 2017 – Beyond the black

POWERWOLF + EPICA + Beyond the black

12.01.17 DE – Wiesbaden, Schlachthof
13.01.17 DE – Köln, Palladium
14.01.17 DE – Ludwigsburg, MHP Arena
16.01.17 CH – Geneve, Salle des Fetes de Thonex
17.01.17 CH – Zürich, Volkshaus
18.01.17 IT – Milano, Live Club
20.01.17 DE – München, TonHalle
21.01.17 AT – Wien, Gasometer
22.01.17 HU – Budapest, Barba Negra Music Club
24.01.17 PL – Warsaw, Progresja
25.01.17 DE – Berlin, Huxleys
27.01.17 DE – Oberhausen, Turbinenhalle
28.01.17 CZ – Prague, Forum Karlin
29.01.17 DE – Hannover, Capitol
31.01.17 DE – Hamburg, Mehr! Theater
01.02.17 BE – Brussels, Ancienne Belgique
03.02.17 GB – London, Shepherds Bush Empire
04.02.17 FR – Paris, Zénith

TICKETS: http://www.powerwolf.net/tickets

Und noch jemand der auf Tour geht dieses Jahr. Es gibt mehr gute Konzerte als man bezahlen kann, und dieses ausgerechnet am Abend vor meinem Geburtstag. Ich freue mich riesig und es ist mir eine hammmergroße Ehre – unabhängig von meiner Anwesenheit – Powerwolf ist in meiner Heimatstadt. Man macht dort Station auf dem Weg Deutschland – Schweiz – Italien – Ungarn – Polen- Tschechien – Belgien – England – Frankreich, schon fast eine kleine Europatournee.

Die schwarze Vinylbox unter meinem Fernseher schaut mich wehmütig an und ich schaue zurück und überlege ob ich zwei Mal 40 Euro für ein Konzert habe oder tatsächlich meine Sabbaton-Karte umtauschen soll auf die ich mich so gefreut habe….oder einfach darauf vertraue daß Attila und seine Mannen nochmal auf Tour gehen?! Zu spät gesehen, zu spät gesehen….Naja bei Sabbaton steht „The Last Tour“ – überredet ich komme und tausche nichts. 🙂

Was Euch betrifft – geht alle ganz, ganz zahlreich hin, kauft Tickets und schaut Euch die geniale Show an. Ihr verpaßt sonst etwas. Ich werd meinen Pulli dann wohl irgendwann online bestellen. Oma wird zu alt für so viel Action und bei ersteren hab ich wenigstens einen Sitzplatz, wie es sich für alte Leute gehört 😀

„Die beste Band der Welt“ auf Tour 2017!

Da sind sie wieder! Die Helden meiner Jugend! Die ultimativen Rebellen! Die Ärzte……..AUUUUUUUUUUUUUS Berlin…………..(aus Berlin!). 1992 zerlegte Bela B. im live Comeback sein Schlagzeug in 1199 (?) und ich saß in meinem kleinen Dorf mit offenem Mund vor dem TV und staunte. Der macht ja sein Schlagzeug kaputt!!! Und um Eure Frage vorweg zu nehmen – nein, ich durfte keine Bravo lesen. Jedenfalls nicht bis ich im Teenie-Alter war („Wer ist das? Vanilla Ice? Den kennst Du doch eh nicht! Die kennst Du doch eh alle nicht!“)

Hier erstmal Eure Tourdaten:

Sa, 04.03.2017, Köln – Die Wohngemeinschaft
Sa, 18.03.2017, Berlin – Grüner Salon
Sa, 25.03.2017, Hannover – Kulturpalast Linden
Fr, 05.05.2017, Leipzig – Moritzbastei
Sa, 06.05.2017, Oldenburg – Polyester
Fr, 19.05.2017, Dortmund – FZW
Do, 25.05.2017, Bonn – Pantheon
Fr, 26.05.2017, Hamburg – Schanzenzelt
So, 04.06.2017, Regensburg – Alte Mälzerei
Mo, 05.06.2017, Frankfurt – Nachtleben


(Quelle: Promo-Foto, http://www.tagesspiegel.de)

Im Mai im FZW werde ich mir wohl, wenn es eben geht, auch die Ehre geben meine alten Punker nochmal anzusehen. Am nächsten Tag bin ich dann wohl scheintot, also keine Samstagsarbeit dann.

Ich hoffe Ihr freut Euch genau so sehr auf die Tour wie ich! Kauft Alben! Unterstützt die Ärzte!

Liebe Jungs aus Berlin (und Hamburg und so) – hab Euch MEGALIEB!!! Eure Sandra!!!

PS: Im Januar gibt es übrigends eine Promo-Band die in Bochum spielt!!

Warum man sich selbst nicht entkommt

Musik beeinflußt uns schon vor der Geburt. Von der ersten Zellteilung an. Die modernen Mamis, die ihren Kindern Kopfhöhrer mit Klassik auf den Bauch legen, es selbst aber nicht hören, und hoffen, es steigere die Intelligenz ihres Nachwuchses. Musik als unkaputtbare Droge, als Virus, als Ding, das wir – egal was wir tun – einfach nicht wegbekommen aus unserem Leben…und sei´ es wir lebten am Ende der Welt oder auf einer Raumstation. Die Musik unserer Eltern prägt unsere ersten Eindrücke und auch unseren persönlichen Horror von einem konventionellen und traditionellen Zuhause – als Teenie zumindest. Daher hören wir, zumindest in dieser Zeit, dann vorzugsweise das Gegenteil von dem was unseren Eltern gefällt, aber zumindest den Neuauflagen mancher Klassiker entkommt man einfach nicht. „Sound of Silence“, zuerst von Simon & Garfunkel (Jahrgang meiner Mutter) später von Bands wie Disturbed (meine Musik – einfach nur hammergeil). Sanft gleiten die Finger des Musikers über die Tasten des Pianos – eine Band, eine Musik, von der man sonst nur extatische fast schon außerirdische Gitarrenklänge gewohnt ist, echt und ehrlich, so wie die Menschen in dieser Szene. „Früher war alles besser“, sangen die Ärzte. Sicherlich. So legt Mutter ihre alte Vinyl auf, die ich später ggf. erbe und ich lasse aus youtube den Song immer wieder laufen – der dann ggf. irgendwann ebenfalls als Vinyl – die ist ja wieder modern – auf meinem Plattenspieler liegt, oder später auf dem Selben. Und während man sich vorkommt wie in den 50gern, 60gern oder 70gern (je nachdem wie alt die Eltern sind) knistert die Nadel zur Musik durch die Tonrillen der schwarze Scheibe.
Man wünscht sich in der Zeit zurück, um die Orginale (aus sicherer Entfernung versteht sich) auf dem Woodstock-Festival besuchen zu können und ihre Leidenschaft zur Musik zu fühlen, zu sehen wie sie sich in Trance tanzen vor der Bühne, auf der ihr Musiker steht, ein Künstler, der ihnen mehr bedeutet als das eigene Leben, jedenfalls in diesem Moment, zu einer Musik, die für sie mehr ist, als eine pure Ansammlung von Noten, von Akorden, die einfach Ausdruck ist eines Lebensgefühls und Sinnbild für eine ganze Generation – von Fledermäusen. 🙂
Die schwarze Szene ist mehr als einfach nur eine Subkultur, die schwarze Szene ist ein geistiges Zuhause für so viele Menschen einer ganzen Generation, eines ganzen Jahrzentes (oder mehr?), Ausdruck ihrer Sehnsucht, ihrer Traurigkeit und ihrer Leidenschaft zum Leben selbst, versteckt in einer Melancholie die sich an der Morbidität des Verfalls des Alltäglichen mißt. Ein einfaches Lied, vorgetragen von einem Künstler, der hinter seiner Musik steht, hinter dem Gefühl, das diese Musik in ihm auslöst und sich nicht scheut seine Leidenschaft zu zeigen wie damals der junge Mann von den Fields, der vorne stand und – ganz im Dunkeln, ganz versteckt, seine Leidenschaft in jede Silbe steckte, die aus seinem Mund kam, wie die Headbanger aus der Metalszene die ihre Leidenschaft in die Bewegung stecken und in Disharmonien die zu schon fast anrüchig intensiv gequälten Gitarren klingen…..

Und damit wären wir beim Ende und dabei warum man sich selbst nicht entkommt. Diese Erfahrung durfte ich während meiner knapp zwei Jahre Wohnzeit in Altenessen machen…: „Hallo zusammen….ich bin die Andra……Musik war meine erste große Liebe….tja, bin jetzt auf Entzug gewesen…komm´ aber einfach nicht davon los….und bedeutet mir eigentlich auch mehr als mein Leben selbst…“ Uneigentlich auch. Sie zu verlieren – ohne Musik zu leben…wie ich es eine Weile teils unfreiwillig versucht habe…wäre schlimmer als der Tod….begleitet mich durch meine Gedanken, auf Konzerte, auf Lesungen, auf Friedhöfe und lest was mir dazu durch den Kopf geht – ich würde mich sehr freuen – vielleicht läuft man sich ja mal über den Weg ;D

Forever Music,

Eure Andra \m/ ^^v^^